Journal · 9. Februar 2026

Wettbewerber lesen, ohne sie zu kopieren

Team vergleicht Wettbewerberaussagen an einer Moderationswand

Sobald eine Konkurrenzmarke einen neuen Spot schaltet, entsteht Druck, „ähnlich stark“ zu antworten. Für Markenpositionierung ist das der falsche Reflex. Nützlicher ist die Frage, welche Kategorie der Wettbewerb besetzt und welche Lücke er offen lässt.

Karte statt Collage

Legen Sie nicht Logos nebeneinander, sondern Achsen: Preis vs. Beratungstiefe, Breite vs. Spezialisierung, Reichweite vs. Nähe. Tragen Sie Wettbewerber und die eigene Marke ein. Die leeren Felder zeigen mögliche Gegenpole — nicht die schönsten Farben der anderen Kampagne.

Nachrichten als Signal, nicht als Vorlage

Meldungen aus der Marketingbranche — Agenturwechsel, Handelsaktionen, Claim-Relaunches — zeigen Bewegungen. Sie erklären selten, warum eine Marke gewählt wird. Nutzen Sie Nachrichten, um Hypothesen zu prüfen: Verlässt ein Wettbewerber eine Nische? Überdehnt er seine Versprechen?

Entscheidung im Room

Sobald die Karte steht, formuliert das Team einen Satz: „Wir sind die Alternative für …, wenn …“ Fehlt Einigkeit, braucht es Moderationszeit — nicht ein weiteres Moodboard.

Formate zur Wettbewerbsarbeit